Frankens SchÀtze - Oktober 2018

Frankens Schatz vom 31. Oktober
Schloss Reichenschwand

Ein schöner Park, ein romantisches Schloss und keine Autos. Das Schloss Reichenschwand wirkt fast so als wÀre aus einem MÀrchen.

FrĂŒher stand hier einmal eine Wasserburg, aber im 16. Jahrhundert ließ ein reicher Kaufherr die Burg abreißen und an der Stelle ein Schloss errichten. Im Chaos des dreißigjĂ€hrigen Krieges wurde Reichenschwand mitsamt Schloss beinahe komplett zerstört. Erst im 1770 wurde es wieder aufgebaut, dabei aber zu großen Teilen umgestaltet. Heute ist das Schloss im Privatbesitz und wurde zum Hotel mitsamt Restaurant umfunktioniert.

Von der ehemaligen Wasserburg stehen heute noch vier TĂŒrme, welche zur damaligen Wehranlage gehörten und auch als GefĂ€ngnisse verwendet wurden. In diesen befinden sich inzwischen allerdings Suiten, die intern als Hochzeitszimmer bezeichnet werden.

Die großflĂ€chige Parkanlage bietet einen wunderbaren Erholungsraum. Viele fast ausgestorbene Baumarten wurden von den Schlossherren hier ĂŒber die Jahrhunderte hinweg angepflanzt. Um weiterhin den Kurort-Charakter beizubehalten ist der Kraftfahrzeugverkehr auf dem GelĂ€nde verboten und HotelgĂ€ste mĂŒssen ihre PKWs vor der Anlage abstellen.

Das Hoteleigene Restaurant „Zum Roten Eichhörnchen“ hat zahlreiche FrĂ€nkische Klassiker im Angebot und lĂ€dt zum schlemmen ein. Einen Tag wie im MĂ€rchen verbringt man im Schloss Reichenschwand.

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Frankens Schatz vom 30. Oktober
Das Heilsbronner MĂŒnster

Wussten Sie dass MĂŒnster in Heilsbronn liegt? Damit ist allerdings nicht die Stadt MĂŒnster gemeint. Es handelt sich dabei um ein altdeutsches Lehnwort aus dem Lateinischen. Als MĂŒnster bezeichnete man hauptsĂ€chlich Klosterkirchen. 

Im Kloster Heilsbronn gibt es so eine. Das besondere an ihr ist die Kombination aus gotischer und romanischer Bauweise. Kurz nach der Fertigstellung des Bauwerks wurde dieses nĂ€mlich ausgebaut, um mehr Mönchen Platz zu bieten. Allerdings war da dann bereits der Stil der Gotik „in“. 

Der Grundbau erinnert deswegen heute noch an die Architektur der Römer, wĂ€hrend die „neueren“ Teile wie aus einer typischen mittelalterlichen Kirche aussehen. Auf der Kanzel ist eine Weltkugel und mehrere Evangelisten abgebildet. Eigentlich thront ĂŒber ihnen ein Reichsadler, dieser ist heutzutage jedoch von einem Wandteppich verdeckt.

Im Dachreiter hĂ€ngen gleich drei Glocken, die allerdings aus dem 20. Jahrhundert stammen. Sie sind alle verschieden groß und erzeugen somit auch alle unterschiedliche Töne. Auf ihnen sind typisch protestantische Botschaften eingraviert.

Die GrĂ€ber von mehreren KurfĂŒrsten aus Brandenburg befinden sich im Mittelteil der Kirche. Teile des MĂŒnsters werden auch heute noch von der Gemeinde genutzt, was aber nicht heißt, dass man sie nicht besichtigen kann. Zahlreiche verschiedene FĂŒhrungen in Heilsbronn schließen einen Besuch der ehemaligen Klosterkirche mit ein und gewĂ€hren tiefe Einblicke in ihre Geschichte. 

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Frankens Schatz vom 29. Oktober
Die Maximiliansgrotte bei Krottensee

Ein Elefant, ein Adler und der grĂ¶ĂŸte Tropfstein in Deutschland: In der Maximiliansgrotte bei Krottensee haben sich ĂŒber die Jahrtausende hinweg einige bizarre Formen gebildet.

Zahlreiche historische Ereignisse haben hier ihre Spuren hinterlassen: WĂ€hrend des dreißigjĂ€hrigen Krieges haben Leute ihre Wertsachen im Höhlensystem versteckt und in der Zeit des spanischen Erbfolgekriegs wurden verstorbene Soldaten in die Grotte hinein geworfen. Einige der Knochen werden noch heute am Höhleneingang ausgestellt.

Zahlreiche Legenden rankten sich um sie. So sollen die verworrenen FelsengĂ€nge in einen prĂ€chtigen Palast gefĂŒhrt haben und eine riesige Schatzkammer beherbergen. KurfĂŒrst Friedrich der IV. schickte mehrere Expeditionen in der Maximiliansgrotte, um die sagenumwobenen SchĂ€tze zu bergen. Alles was sie fanden waren jedoch Tropfsteine und gelblicher Lehm. Außerdem kann man am Grottenhof einen speziellen KĂ€se kaufen. Der sogenannte „GrottenkĂ€se“ ist ein Emmentaler der innerhalb der Höhle zum reifen gelagert wird. 

Weil sich viele Besucher ein Souvenir aus der Grotte mitgenommen haben, ist sie heute nur noch wĂ€hrend einer FĂŒhrung zu besichtigen. Diese Lohnt sich aber auf jeden Fall, denn die erfahrenen FĂŒhrer kennen jeden Winkel des Höhlensystems, so dass Ihnen nichts entgehen kann. Tauchen Sie ein in die fremde Welt der Maximiliansgrotte!

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Frankens Schatz vom 26. Oktober
Der Kellerberg in Höchstadt an der Aisch

Wussten Sie dass in Franken frĂŒher nur wenig Bier gebraut wurde? Im Mittelalter gab es hier viel Wein, doch das Bier brauen war in weiten Teilen sogar untersagt. Auf Geheiß der Bischöfe von Bamberg und WĂŒrzburg Ă€nderte sich das nach dem 30 JĂ€hrigen Krieg.

Zahlreiche Bauern fingen an in ihren eigenen HĂ€usern den Gerstensaft zu brauen. Da man fĂŒr die Sudherstellung ein großes Feuer brauchte stieg die Brandgefahr massiv an. Deswegen grĂŒndete man in Höchstadt an der Aisch 1604 GemeinschaftsbrauhĂ€user. In diesen konnten mehrere BĂŒrger zusammen ihr Bier brauen.

Aus dieser Zeit stammen zahlreiche in den Felsen gehauene Keller und GĂ€nge. Der Kellerberg ist das grĂ¶ĂŸte Kellersystem in ganz Europa. Unter den 24 sogenannten KellerhĂ€user befinden sich ĂŒber 200 Keller, in denen heute teilweise noch Bier gebraut und gelagert wird. Die einzelnen Keller sind mit GĂ€ngen verbunden, so dass der Eindruck eines Labyrinths entsteht.

Ein gemeinnĂŒtziger Verein hĂ€lt die Kelleranlage instand. Das ist auch bitter nötig, denn durch ihr Alter sind viele SchĂ€chte einsturzgefĂ€hrdet. Besichtigen kann man sie unter der FĂŒhrung von Vereinsmitgliedern dennoch, denn diese kennen sich dort unten aus wie in ihrer Westentasche.

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Frankens Schatz vom 25. Oktober
Das FĂŒrther Logenhaus

In einem idyllischen Garten im Zentrum von FĂŒrth befindet sich das Logenhaus. FrĂŒher traf sich hier die Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“.

WĂ€hrend sich die LogenbrĂŒder am Anfang noch auf dem GelĂ€nde des heutigen  Stadttheaters getroffen hatten, zogen sie 1890 in das Logenhaus um. Ein Mitglied der Loge stiftete das BaugelĂ€nde und ein Architekt aus NĂŒrnberg entwarf das GebĂ€ude. WĂ€hrend der Gleichschaltung von VerbĂ€nden und Parteien im Jahr 1933 wurde die Loge enteignet und der Besitz des GebĂ€udes ging an die Stadt ĂŒber.

1947 wurde die FĂŒrther Freimaurerloge unter dem Schutz der amerikanischen MilitĂ€rbehörde wieder eröffnet und zog dann wieder in das Logenhaus ein. WĂ€hrend man heute das Erdgeschoss fĂŒr zahlreiche Veranstaltungen mieten kann, sind die oberen beiden Etagen den Logen vorbehalten, die hier ihre Treffen abhalten.

Die Villa ist ein dreistöckiger Walmdachbau mit einer reich verzierten Fassade aus Sandstein an der man viel entdecken kann. Das Innere ist normalerweise nicht öffentlich zugĂ€nglich. Die „Tourist Information FĂŒrth“ gewĂ€hrt jedoch bei FĂŒhrungen mehrmals im Jahr einen Blick ins Innere.

Das Logenhaus ist nicht nur eines der schönsten GebĂ€ude in FĂŒrth, sondern gleichzeitig auch eines mit einer langen Geschichte.

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Frankens Schatz vom 24. Oktober
Die Falknerei Burg Rabenstein

An der Burg Rabenstein kommen Sie zwar nicht auf den Hund, dafĂŒr aber auf den Greifvogel. Denn in ihrem Schatten gibt es eine Falknerei. Zahlreiche Vögel gibt es hier zu bestaunen vom kleinen Waldkauz bis zum riesigen WeißrĂŒckengeier.

Sie sind in 30 Großvolieren untergebracht. Wer mit ihnen auf TuchfĂŒhlung gehen will kann gegen eine Futterspende von 5 € einen von ihnen auf die Hand nehmen – und so viele Fotos machen wie man möchte. Dienstag bis Sonntag und an den Feiertagen finden um jeweils 15 Uhr FlugvorfĂŒhrungen statt in denen die majestĂ€tischen JĂ€ger ihre Anmut unter beweisen stellen. WĂ€hrend dieser Zeit ist der Vogelpark dann geschlossen.

Die Falknerei verzichtet auf die typische Anbindehaltung der Raubvögel. Bei dieser werden die Tiere innerhalb ihrer Voliere auch noch angebunden, so dass sie sich nicht frei bewegen können. Das Ziel ist nÀmlich es den Tieren so angenehm wie eben möglich zu machen.

Wer sich besonders fĂŒr die  Vögeln interessiert kann hier sogar wĂ€hrend einem mehrtĂ€gigen Kurs einen Sachkundenausweis erhalten. Dieser berechtigt zur Haltung von nichtheimischen Greifvögeln und Eulen ohne dass man zusĂ€tzlich auch noch einen Jagdschein besitzen muss. Heben Sie ab mit Eulen, Adler, Falke und co.  – in der Falknerei Burg Rabenstein. 

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Frankens Schatz vom 23. Oktober
Der DĂŒrerhase am TiergĂ€rtnertor

Groß, grotesk und trotzdem leicht zu ĂŒbersehen ist der Hase in NĂŒrnberg. Dabei handelt es sich nicht – wie oft fĂ€lschlich angenommen – um eine Skulptur von Albrecht DĂŒrer selbst, sondern um eine Karikatur auf dessen berĂŒhmtes Aquarell „Der Feldhase“.

Die Bronzefigur zeigt einen ĂŒberdimensionalen, krĂ€nklichen Hasen, der noch halb in einer Kiste steckt, welche unter seinen gigantischen Ausmaßen auseinanderbricht. Unter sich erdrĂŒckt er lauter kleinere Hasen, die womöglich seine eigenen Jungen darstellen sollen. Wer genau hinsieht erkennt auch einen menschlichen Fuß, der unter ihm hervor spitzt.

Der Hase ist eines der umstrittensten Kunstwerke in NĂŒrnberg. Manche finden dass er das Andenken von DĂŒrer beschmutzt, wĂ€hrend andere die Botschaft des KĂŒnstlers schĂ€tzen. Der alles unter sich begrabende Hase soll nĂ€mlich die massenhafte VervielfĂ€ltigung des original Aquarells kritisieren.

Der Standort am TiergĂ€rtnertorplatz direkt gegenĂŒber des DĂŒrerhauses ist an sich optimal gewĂ€hlt. Das Problem ist jedoch, dass der Platz gleichzeitig ein Treffpunkt vieler junger Leute ist, sodass man nur einen einwandfreien Blick auf die Skulptur werfen kann, wenn gerade wenig los ist und keine Kinder darauf herumturnen. Vielleicht fĂ€llt gerade deshalb vielen Leuten gar nicht erst auf, dass der Hase eigentlich ein Zerrbild des berĂŒhmten DĂŒrerhasen ist.

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Frankens Schatz vom 22. Oktober
Die KĂŒnstlerbrunnen in GeorgensgmĂŒnd

Der Legende nach sollen die BrĂŒder Georg, Peter und Friedrich sich am Zusammenfluss von FrĂ€nkischer und SchwĂ€bischer Rezat niedergelassen haben. An dieser Stelle entstand dann GeorgensgmĂŒnd, direkt an der MĂŒndung der Rednitz.

An die drei GrĂŒndervĂ€ter erinnert einer von zehn Brunnen in der Stadt. Durch die Allgegenwart von Wasser hat sich anscheinend eine Tradition des Brunnenbaus entwickelt. Das Flusswasser wurde nĂ€mlich durch WasserrĂ€der fĂŒr das ansĂ€ssige Handwerk bereits im Mittelalter nutzbar gemacht und auch beim Anbau von „grĂŒnem Gold“ war es sehr wichtig.

Da gleich zwei Handelsrouten durch das Dorf fĂŒhrten, konnten die örtlichen Bauern ihren Hopfen gewinnbringend und schnell verkaufen. So wurde es zum wichtigsten Handelsgut von GeorgensgmĂŒnd und gleich zwei der Brunnen weisen deswegen Hopfenmotive auf.

Auch religiöse Bildnisse lassen sich auf ihnen finden. So gibt es zum Beispiel einen Kirchbrunnen der den Heiligen Georg zum Thema hat. Dieser ist nĂ€mlich der Namenspate der örtlichen Kirche. Auch eine Bank und eine Zimmerei haben öffentlich zugĂ€ngliche Brunnen, die kunstvoll gestaltet sind.

Sechs der Zehn Brunnen lassen sich in einer Route „ablaufen“, die anderen vier stehen in anderen Stadtteilen, so dass sich eine direkte Route um alle zu verbinden leider nicht anbietet. Da GeorgensgmĂŒnd nicht sehr groß ist lassen sich dennoch alle an einem Nachmittag mit Leichtigkeit besuchen.

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Frankens Schatz vom 19. Oktober
Das Culinartheater im Tiergarten


Der NĂŒrnberger Tiergarten ist mit 65 Hektar einer der grĂ¶ĂŸten Zoologischen GĂ€rten Europas, er ist der zweitgrĂ¶ĂŸte Deutschlands. Und er ist einer der schönsten! FĂŒr einen Besuch im Tiergarten sollte man sich einen Tag Zeit nehmen, denn es gibt viel zu entdecken und zu erwandern rund um den Schmausenbuck. Nachdem man ausgiebig die vielen Tiere bewundert oder im Streichelzoo gefĂŒttert hat, kann man sich in der WaldschĂ€nke oberhalb des EisbĂ€rengeheges mit Speis und Trank stĂ€rken.

Jeden Samstag abend verwandelt sich die WaldschĂ€nke in ein Kulinartheater. Die Besitzer Helga und Peter Noventa grĂŒndeten es vor 20 Jahren. Es war das erste Kulinartheater NĂŒrnbergs und Nordbayerns. Die Zuschauer treffen sich um 19.30 Uhr am Eingang vom Tiergarten und werden dann, je nach StĂŒck, entweder in die WaldschĂ€nke geshuttlet oder machen sich zusammen mit den Schauspielern auf einen spannenden und erlebnisreichen Spaziergang durch den Tiergarten, bei dem es schon die ersten kleinen Vorspeisen gibt. Im „Theater im Tiergarten“ erwartet Sie dann eine Komödie mit Gesang und einem 4-GĂ€nge-MenĂŒ, bei dem vom Feinsten aufgetischt wird. Alle Produkte sind in Bio-QualitĂ€t, und auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten: sie können ein fleischloses AlternativmenĂŒ wĂ€hlen.

Einmal im Monat lĂ€dt das Theater zum Culinarcabaret ein. Hier verbindet sich Kleinkunst auf höchstem Niveau mit einem leckeren Buffet. Wer gerne isst und trinkt und dabei Kultur genießen möchte, fĂŒr den ist das „Theater im Tiergarten“ garantiert die richtige Adresse.

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Frankens Schatz vom 18. Oktober
Der archÀologische Rundwanderweg bei Neunkirchen am Sand

In der NĂ€he von Neunkirchen am Sand haben einst die Kelten ihre Toten bestattet. Das GrabhĂŒgelfeld trĂ€gt heute den Namen Schallerholz. 2700 Jahre alt ist es und ein Teil des archĂ€ologischen Rundwanderwegs, der an einem Parkplatz zwischen Speikern und Kersbach beginnt.

Der erste Teil des Weges fĂŒhrt in Richtung des Walds und bevor man in diesen eintaucht kommt man an zwei GrabhĂŒgel Rekonstruktionen vorbei. Eine ist ein geschlossener und der andere ein offener HĂŒgel.

Im Wald fĂŒhrt der Weg dann hinauf auf eine HochflĂ€che auf der wir den 1.000 Jahre alten Festungswall „Hintere Röd“ besuchen. Nach einem kurzen Abstecher ĂŒber eine mittelalterliche Straße kommen wir zu einem weiteren GrabhĂŒgelfeld mit dem Namen „Weidenschlag“.

Im weiteren Verlauf besuchen wir das Felsmassiv Glatzenstein. Bevor wir es erreichen haben wir die Möglichkeit einen mittelalterlichen Kalkofen zu bestaunen. Unterhalb des Felsen treffen wir auf eine alte Höhle, die bereits in der vorgeschichtlichen Zeit genutzt wurde.

Vom Glatzenstein aus genießen wir eine wunderbare Aussicht ĂŒber die Landschaft, bevor uns unser Weg ĂŒber Stock, Stein und auch Teer wir zurĂŒck zum Parkplatz fĂŒhrt.

Symbol des archĂ€ologischen Rundwanderwegs ist ĂŒbrigens das „Speikerner Reiterlein“. Eine antike Figur aus Ton, die in der NĂ€he von Speikern in einem HĂŒgelgrab gefunden wurde und den Grabbesitzer im Jenseits wohl als Mitglied eines hohen Standes ausweisen sollte.

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Frankens Schatz vom 17. Oktober
Das Schloss Hersbruck

Wenn man vor einem Amtsgericht zu erscheinen hat, dann bedeutet das meist nichts Gutes. Da werden Mahn- und Bußgeldverfahren geklĂ€rt, und eigentlich ist man ja doch froh, wenn man nichts mit der Justiz zu tun hat. Doch es gibt ein GerichtsgebĂ€ude in Franken, das sich viele gerne mal von innen anschauen, denn es hat ein ganz besonderes Ambiente - im historischen Schloss in Hersbruck.

Schon vor dem Jahr 1000 stand an dem Platz eine Burg, die die PegnitzbrĂŒcke schĂŒtzen sollte. Mehr als 300 Jahre spĂ€ter ging das GemĂ€uer in Besitz von Kaiser Karl IV. ĂŒber, der dort einen Verwaltungssitz errichten ließ. Um 1500 ließen NĂŒrnberger Herren alles abreißen und erbauten dort einen ersten Teil des Schlosses, das 100 Jahre spĂ€ter noch durch SeitenflĂŒgel und TĂŒrme ergĂ€nzt wurde.

Vor allem im Inneren offenbart sich die ganze Pracht des Schlosses. Die imponierenden Stuckdecken von einst sind bis heute erhalten. Überhaupt hat sich an der Bausubstanz fast nichts verĂ€ndert. Nur die Nutzer des GebĂ€udes haben oft gewechselt. Hier hatte der NĂŒrnberger Pfleger seinen Sitz, spĂ€ter war es dann Landgericht, Bezirks- und Rentamt und auch noch Landratsamt. Heute wird eben wieder Recht gesprochen, im Amtsgericht im historischen Schloss von Hersbruck.

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Frankens Schatz vom 16. Oktober
Großweingarten

Madrid hat sie schon, Salzburg und Venedig auch, Athen und Istanbul sowieso -  die Europa-Nostra-Verdienstmedaille. Eine Auszeichnung, die seit 40 Jahren fĂŒr herausragende Leistungen im Bereich der Erhaltung von Kulturerbe vergeben wird. Und manche staunten nicht schlecht, als da neben den großen StĂ€dten und Metropolen plötzlich ein kleines Dorf mit in die Liste der PreistrĂ€ger aufgenommen wurde. Es war im Jahr 1987, als Großweingarten gewĂŒrdigt wurde. Nicht die erste Auszeichnung fĂŒr das Straßendorf.

In dem Spalter Ortsteil im Landkreis Roth haben sich die Einwohner schon immer große MĂŒhe gegeben, fĂŒr ein besonderes Ambiente zu sorgen und das Dorf stetig zu verschönern. Ganz selbstbewusst hat man sich in den 1980er Jahren schon beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ beworben – und gewonnen. Großweingarten wurde 1984 Bezirkssieger und im Jahr darauf sogar Landes- und Bundessieger.

Bis heute sind die rund 800 Einwohner stolz auf die Auszeichnungen. Und natĂŒrlich ruhen sie sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern arbeiten stetig weiter daran, den Charme und die AtmosphĂ€re in ihrem Dorf zu erhalten. Die Fachwerk- und SandsteinhĂ€user entlang der Dorfstraße sind mit bunten Blumen dekoriert. Und zur Zeit der KirschblĂŒte ist der ganze Ort in ein weißes BlĂŒtenkleid gehĂŒllt. 

Einen Ehrenplatz in dem Dorf hat natĂŒrlich die „Europa-Nostra“-GedenksĂ€ule, die daran erinnert, dass man zusammen viel erreicht und als kleines Dorf durchaus mit den großen Metropolen mithalten kann.

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Frankens Schatz vom 15. Oktober
Der Kulturrundweg Heroldsberg

Schon im 11. Jahrhundert siedelten die ersten Menschen an einem Ort im Sebalder Reichswald, durch den ganz gemĂ€chlich die GrĂŒndlach plĂ€tschert. Heroldsberg wurde das Fleckchen genannt, das schnell immer grĂ¶ĂŸer wurde. Mehrmals wechselten die Besitzer, bis schließlich das NĂŒrnberger Patriziergeschlecht Geuder sich hier niederließ und mehr als 400 Jahre die Geschicke Heroldsbergs lenkte. Sie ließen auch die vier Geuder-Schlösser bauen, die bis heute das Ortsbild prĂ€gen.

Heroldsberg hat aber noch viel mehr zu bieten als diese prĂ€chtigen Bauwerke. Zu den vielen SehenswĂŒrdigkeiten des Marktes fĂŒhrt ein drei Kilometer langer Rundweg, der eine Menge an Hintergrundinformationen zu den denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€uden liefert.

Der Kulturrundweg startet am ehemaligen HirtenhĂ€uschen, einem Fachwerkhaus, in dem einst der Gemeindehirte lebte. Weiter geht es zur Schuster-Villa aus der Zeit des Jugendstils, vor der die Ă€lteste Eiche des Landkreises steht. Sehenswert ist auch der Felsenkeller, in dem frĂŒher Bier gelagert wurde, der Wasserturm, der heute ein moderner Wohnturm ist, und der Ziehbrunnen, einer von drei noch erhaltenen mittelalterlichen Brunnen.

22 Stationen liegen auf dem Kulturrundweg, an jeder informiert eine Tafel ĂŒber Geschichte und Besonderheiten des Bauwerks oder seiner Bewohner. Folgen Sie einfach nur der Wegmarkierung und entdecken Sie die vielen SehenswĂŒrdigkeiten des Marktes Heroldsberg.

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Frankens Schatz vom 12. Oktober
Naturerlebnis Rinntal

Die Hersbrucker Alb ist ja immer einen Ausflug wert. Hier finden sich kleine, malerische Dörfer, SehenswĂŒrdigkeiten wie die Maximiliansgrotte, die Festung Rothenberg oder die Burg Veldenstein und weite Wiesen und WĂ€lder fĂŒr ausgiebige SpaziergĂ€nge in der Natur. Zu jeder Jahreszeit hat die Region ihren Reiz, zeigt sie sich dann doch immer von einer anderen Seite. Jetzt im Herbst, wenn sich das Laub in den unterschiedlichsten Farben fĂ€rbt, ist eine Wanderung besonders stimmungsvoll.

Wer sich nicht nur von der Natur beeindrucken lassen will, sondern auch noch etwas ĂŒber die Besonderheiten der Hersbrucker Alb erfahren möchte, sollte sich auf den Weg nach Alfeld machen. Dort startet der Naturerlebnisweg Rinntal, der mit ein paar geologischen und botanischen Vorkommnissen aufwartet. Das ausgewiesene Naturschutzgebiet liegt fernab von Straßen und zeigt, wie unsere Vorfahren in dem Tal gelebt und gearbeitet haben.

Der Weg ist rund zwei Kilometer lang. Unterwegs passiert man insgesamt zehn Informationstafeln, die Flora und Fauna nĂ€her beleuchten. Lebensraum Albach und die Albachquelle, Wacholderheiden und Streuobstwiesen, TrockentĂ€ler und Ackerterrassen –  in dem unerschlossenen Tal findet der Besucher eine historische Kulturlandschaft. Kein Wunder, dass sich im Naturerlebnis Rinntal auch zahlreiche seltene und gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenarten wohlfĂŒhlen.

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Frankens Schatz vom 11. Oktober
Die Binghöhle bei Streitberg

Ignaz Bing, der Chef der NĂŒrnberger Bing-Werke, hatte ein faszinierendes Hobby: er durchstreifte die Höhlen in der Umgebung, auf der Suche nach AltertĂŒmern. Besonders gerne war er in der Gegend von Streitberg unterwegs. Hier hatte er 1899 eine Villa gekauft. Eines Tages wanderte er durch die wunderschöne Landschaft der FrĂ€nkischen Schweiz und erkundete einige Felsspalten am Hang oberhalb seines Anwesens. Er staunte nicht schlecht, was entdeckt wurde: neben prĂ€historischen Scherben und fossilen Knochen stieß man bei Grabungen auf eine einzigartige Tropfsteinhöhle. 

Die Binghöhle, benannt nach ihrem Entdecker, wurde schon zwei Jahre spĂ€ter fĂŒr Besucher eröffnet. Von ĂŒberall her kamen Menschen, um dieses faszinierende Wunderwerk der Natur zu betrachten. Ignaz Bing ließ weitere Forschungen in der Höhle vornehmen. Nach seinem Tod kĂŒmmerten sich seine sechs Kinder um sie. In der Zeit des Dritten Reiches wurde die jĂŒdische Familie jedoch enteignet – sogar der Name wurde in „Streitberger Höhle“ geĂ€ndert. Nach dem Krieg entbrannte ein Streit um ihren Besitz. Ein Gerichtsverfahren endete in einem Vergleich und einer EntschĂ€digung der Bing-Erben, die Höhle gehörte damit der Gemeinde Streitberg.

Im Laufe der Jahre wurde die beliebte SehenswĂŒrdigkeit mehrfach umgebaut. Die Infrastruktur wurde verbessert und ein Beleuchtungssystem installiert, um die Hauptattraktion in noch besserem Licht erstrahlen zu lassen. Denn sie sind wahrlich faszinierende Gebilde: die Stalaktiten, die von der Höhlendecke herab wachsen, wenn das Wasser beim Herabtropfen verdunstet, und ihre GegenstĂŒcke, die Stalagmiten, die vom Höhlenboden in die Höhe wachsen, wenn das Tropfwasser dort auftrifft. 

Zu sehen sind diese grazilen Kalksteingebilde in einer der schönsten Tropfsteingaleriehöhlen Deutschlands – in der Binghöhle bei Streitberg in der FrĂ€nkischen Schweiz.

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Frankens Schatz vom 10. Oktober
Das Bayerische Fledermaus-Zentrum

Viele Menschen fĂŒrchten sich sehr vor FledermĂ€usen - dabei haften ihnen völlig zu Unrecht viele MissverstĂ€ndnisse an. Sie sind keinen „fliegenden Zombies“, sie saugen kein Blut und hĂ€ngen sich nicht in Haare – ganz im Gegenteil, die Tiere sind völlig harmlos und sogar sehr nĂŒtzlich. Denn sie ernĂ€hren sich von Insekten und schĂ€dlichen KĂ€fern und helfen so, unsere Pflanzen und BĂ€ume zu schĂŒtzen. 

Rund 25 Arten gibt es in Deutschland – noch, denn die FledermĂ€use sind bedroht. Schuld daran ist in erster Linie der Mensch. Insektizide in der Landwirtschaft, der Verlust von Quartieren aber auch die direkte BekĂ€mpfung fĂŒhrt dazu, dass ihr Bestand stark zurĂŒck gegangen ist. Deshalb gehören sie auch zu den streng geschĂŒtzten Tierarten in Deutschland. Und es gibt auch Projekte, die sich fĂŒr die Flattertiere einsetzen.

Einzigartig ist zum Beispiel das Bayerische Fledermaus-Zentrum Schloss Thurn. Vor drei Jahren eröffnete das Informationszentrum in Heroldsbach bei Forchheim mit dem Ziel, dem Menschen diese faszinierenden Tiere nĂ€her zu bringen. Auf einer FlĂ€che von 130 Quadratmetern finden Besucher eine interaktive Ausstellung, die alle Antworten zu den kleinen FlugkĂŒnstlern liefert.

Der mit Schwarzlicht ausgeleuchtete Raum verfĂŒgt ĂŒber 16 Stationen, an denen sie die verschiedenen Fledermausarten und ihre Verhaltensweisen kennenlernen können. Wie leben sie im Dunkeln, wieso schlafen sie hĂ€ngend, wie kommt der Nachwuchs auf die Welt? Im Bayerischen Fledermaus-Zentrum Schloss Thurn bleibt keine Frage offen. Und das Beste: der Eintritt ist frei! Weitere Infos finden Sie hier.

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Frankens Schatz vom 9. Oktober
Die BĂ€ume fĂŒr NĂŒrnberg Stiftung

NĂŒrnberg ist eine der am dichtesten bebauten StĂ€dte im ganzen Land. Viele Menschen sehnen sich nach ein bisschen mehr GrĂŒn. Hier gibt es gerade mal rund 28.000 StadtbĂ€ume – andere GroßstĂ€dte haben mehr als doppelt so viele. Ändern möchte das die „BĂ€ume fĂŒr NĂŒrnberg Stiftung“. 

GegrĂŒndet wurde sie vor fĂŒnf Jahren mit dem Ziel, im Stadtgebiet neue BĂ€ume anzupflanzen und den Bestand zu pflegen. Sie will aber auch das Bewusstsein der NĂŒrnberger schĂ€rfen und aufzeigen, wie wichtig GrĂŒn fĂŒr das Klima in der Stadt und die LebensqualitĂ€t der BĂŒrger ist. 

Und es ist schon einiges passiert. An vielen Stellen im gesamten Stadtgebiet wurden einzelne Ahorne, Linden, Robinien und zahlreiche weitere Arten gesetzt. Die Pflanzungen konnten realisiert werden dank der finanziellen UnterstĂŒtzung von Firmen und Privatleuten, die einen Beitrag fĂŒr ein grĂŒneres NĂŒrnberg leisten.

Und es gibt auch einen ganzen Stifterhain am Wöhrder See, der noch im Wachsen ist. 50 AuenbĂ€ume sollen es insgesamt werden, die in der Norikusbucht eines Tages fĂŒr ein schattiges PlĂ€tzchen sorgen. BĂ€ume werden dann gepflanzt, wenn sich neue Stifter finden – auf dass NĂŒrnberg bald noch ein bisschen lebenswerter wird.

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Frankens Schatz vom 8. Oktober
Der Walk of Beer in Forchheim


FĂŒr Freunde des frĂ€nkischen Gerstensaftes gibt es in der Region ja jede Menge Möglichkeiten, eine genussvolle Tour in die Bierkultur zu unternehmen. Der bekannteste Brauereienweg ist der „FĂŒnf-Seidla-Steig“ bei GrĂ€fenberg, einer von insgesamt sieben Wanderwegen in der FrĂ€nkischen Schweiz. Dann gibt es noch den Aufsesser Brauereienweg und ganz neu: den Walk of Beer in Forchheim, der heute Nachmittag offiziell eingeweiht wird. 

Auf dem Weg erfahren Bierliebhaber viel ĂŒber die Tradition des Braugewerbes der oberfrĂ€nkischen Stadt. Einst gab es dort 33 Brauereien, von denen heute nur noch vier ĂŒbrig sind. Die Brauereien Hebendanz, Neder, Eichhorn und Greif verbindet auch der Walk of Beer. Er fĂŒhrt dann weiter zu den 23 Bierkellern, die bis heute erhalten geblieben sind. Ähnlich wie auf dem legendĂ€ren „Walk of Fame“ in Hollywood weisen an den einzelnen Stationen Sterne auf dem Boden auf die Brau-Stars auf Forchheim hin.

Diese bronzenen Bodenplatten verfĂŒgen ĂŒber einen QR-Code, mit dem man dann weitere Infos zu den BraustĂ€tten auf seinem Handy lesen kann. Und gerne dĂŒrfen Sie natĂŒrlich auch in den Brauereien einkehren und sich dort ein Glas Gerstensaft schmecken lassen. Nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische kommen jetzt der Forchheimer Bierkultur noch nĂ€her – dank des neuen Walk of Beer von der Innenstadt bis zum Kellerwald.

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Frankens Schatz vom 5. Oktober
Stadttheater FĂŒrth

Wenn Sie TheatergĂ€nger sind, dann kennen Sie es mit Sicherheit, das Stadttheater FĂŒrth. Aber kennen Sie auch die Geschichte hinter der kulturellen StĂ€tte? Das Stadttheater FĂŒrth steht mitten in FĂŒrth zwischen Frauenkirche und Rathaus. Es wurde in den Jahren 1901 und 1902 im neubarocken Stil erbaut. Es gab in FĂŒrth schon seit 1816 ein festes Theater, einen schmucklosen , klassizistischen Bau, an den heute nur noch der Straßenname „Theaterstraße“ erinnert. Um die Jahrhundertwende entsprach jenes Haus nicht mehr den Brandschutzbestimmungen und war fĂŒr die stark gewachsene Kommune mittlerweile auch zu klein geworden. Stattdessen sollte ein reprĂ€sentativer Bau entstehen, und ein Spendenaufruf brachte innnerhalb einer Woche ein Viertel der Baukosten ein. Bemerkenswert ist, dass die jĂŒdischen BĂŒrger FĂŒrths mit knapp 60 Prozent den Hauptteil dieser Spenden beisteuerten.
Heute  werden pro Jahr ca. 250 Vorstellungen fĂŒr weit ĂŒber einhundertundtausend Zuschauer gespielt. Es gibt außerdem einen Theaterjugendclub, das „Junge Ensemble“ und das Community-Projekt „BrĂŒckenbau“.

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Frankens Schatz vom 4. Oktober
Burg Colmberg

Von der Bergspitze bis zum Sprungbrett der kĂŒnftigen deutschen Kaiser. Die Burg Colmberg in der NĂ€he von Ansbach hat eine bewegte Geschichte. Schon wĂ€hrend der Steinzeit haben JĂ€ger hier ihre Spuren hinterlassen. Im achten Jahrhundert soll hier eine kleine Holzburg entstanden sein, die von den frĂ€nkischen Königen als Jagdsitz genutzt wurde. 1140 wurde sie dann vom damaligen Kaiser zur steinernen Festung umgebaut. Nach dem gewaltsamen Ende der Dynastie der Staufer verkam die Burg zur Heimat brutaler Raubritter. SpĂ€ter ĂŒbernahm der NĂŒrnberger Burggraf Friedrich der IV. die Burg Colmberg. Sein Nachfahre wurde 1415 zum Markgraf von Brandenburg und damit zum KurfĂŒrsten ernannt. Aus seinem Geschlecht gingen dann die Hohenzollern hervor – die spĂ€teren Kaiser des deutschen Reiches. Heute ist die Burg im Besitz der Colmberger Familie Unbehauen und wurde zum Hotel und Restaurant umfunktioniert. Neben dem mittelalterlichen Ambiente bietet das Umland wunderschöne Wanderwege. Am Fuß der Burg liegt ein Golfplatz mit Blick ĂŒber das obere AltmĂŒhltal.
Ein ganz besonderes Schmankerl ist das burgeigene Bier „Schwarzer Ritter“. Der Legende nach wurde das dunkle Bier nĂ€mlich auf der Burg vom Schwarzen Ritter Wolfram von Colmberg persönlich erfunden, nachdem er von seiner Frau verlassen wurde. Die Burg Colmberg hat viel zu bieten – und das nicht nur fĂŒr Mittelalter-Fans.

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Frankens Schatz vom 2. Oktober
Feldbahnmuseum

Sind Sie Eisenbahn-Fan? Dann sollten Sie unbedingt dem Feldbahn-Museum 500 einen Besuch abstatten! Es ist ein Museum in der NĂŒrnberger Drahtzieherstraße im Stadtteil MĂŒhlhof. In ihm werden Feldbahnen der seltenen Spurweite 500 mm gesammelt und prĂ€sentiert. Neben dem jĂŒngeren Feldbahnprojekt in Berlin ist es die einzige Sammlung von Material dieser Spurweite in Deutschland.
Das NĂŒrnberger Museum verfĂŒgt ĂŒber mehrer Dutzend Lokomotiven, darunter zwei betriebsfĂ€hige Dampflokomotiven und die vermutlich Ă€lteste fahrfĂ€hige Feldbahn-Diesellok Deutschlands. Unter den Personenwagengarnituren befinden sich die fĂŒnf 1928 gebauten Wagen der frĂŒheren Tiergartenbahn und Wagen des Berchtesgadener Besucherbergwerks. Schwerpunkte bei den GĂŒterfahrzeugen sind Grubenwagen und Fahrzeuge aus den Ziegeleien des NĂŒrnberger Umlands. Das Museum ist an einzelnen Tagen im Jahr fĂŒr das Publikum geöffnet. DarĂŒber hinaus sind Besichtigungen auf Vereinbarung möglich. Dabei werden die Fahrzeuge auf der weitlĂ€ufigen, im hĂŒgeligen GelĂ€nde verlaufenden Gleisanlage im Betrieb vorgefĂŒhrt. Sie finden das Feldbahnmuseum in der Drahtzieherstraße 32 in NĂŒrnberg.

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Frankens Schatz vom 1. Oktober
Herren-Schießhaus in NĂŒrnberg

Sandsteinbauten sind in der NĂŒrnberger Altstadt ganz normal. Als einer der Schönsten davon zĂ€hlt das Herren-Schießhaus am Sand. Was ihn einzigartig macht ist, dass viele Stilelemente der Fassade spĂ€ter zum in der Stadt ĂŒblichen Architektur-Stil gehörten. FĂŒr Experten gilt das Herren-Schießhaus deshalb als Vorbild des NĂŒrnberger Stils. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Erker auf dem Dach: Ă€hnlich einem Kirchturm trĂ€gt er eine eigene Spitze, einen sogenannten Spitzhelm. Das 1582 errichtete GebĂ€ude weist viele Merkmale eines Renaissance-Baus auf, wie große Rundbogenportale und einen Volutengiebel. Im 18. Jahrhundert soll sogar Goethe hier gefeiert haben. Die SchieĂŸĂŒbungen fanden im Hinterhof statt, der sich in einen ehemaligen Verteidigungsgraben öffnet. SchĂŒtzen gibt es im Schießhaus aber schon lange nicht mehr. Erst wurde es zu einem MilitĂ€rspital umfunktioniert und spĂ€ter kurzzeitig als Schule genutzt. Die Bildungsfunktion hat sich bis heute gehalten. Allerdings werden hier keine Kinder mehr unterrichtet, sondern Erwachsene, die sich fortbilden oder ihren Abschluss nachholen wollen. Geplant ist in Zukunft Teile des GebĂ€udes fĂŒr die Kinderbetreuung zu nutzen. Auch wenn man nur selten einen Blick ins innere werfen darf ist das Herren-Schießhaus in NĂŒrnberg von draußen auf jeden Fall einen Blick wert.

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