"Bartleby, der Schreibgehilfe" von Hermann Melville

Bartleby, der Schreibgehilfe - von Herman Melville
Penguin Edition
Eine Anwaltskanzlei in New York City Mitte des 19. Jahrhunderts, keine Computer, keine Schreibmaschinen, Schreiber fertigen per Hand Kopien der Schriftsätze an. Und in diese Kanzlei kommt nun als Neuzugang, Bartleby, ein stiller, unscheinbarer junger Mann, der im Büro des Chefs hinter einem Wandschirm arbeitet. Nach einigen Tagen müssen Schriftsatzkopien miteinander verglichen werden, doch Bartleby verweigert sich mit dem Satz „Ich möchte lieber nicht“. Freundlich, aber doch entschieden. Und dieser Satz wird zum Lebensmotto: Ob die Post zu holen ist oder Nachrichten weiterzugeben sind - was als kleine Geste des Ungehorsams beginnt, wächst sich zur allumfassenden Verweigerungshaltung aus. Alle Bemühungen des Kanzleibesitzers zerschellen an dem stets wiederholten Satz „ich möchte lieber nicht“. Was tut man mit solch einem Angestellten? Nun, das geht so weit, dass der Anwalt die Kanzlei aufgibt, Bartleby aber nach wie vor in der Kanzlei zugegen ist, ja, in ihr lebt, denn fortgehen, wir ahnen es, möchte er „lieber nicht“. 
Der schrägste Arbeitsverweigerer der Weltliteratur - ein kleines Büchlein, das ich fast ungläubig gelesen und dann zu schätzen gelernt habe, denn ich ziehe daraus den Schluss: Wir alle haben immer eine Wahl und das Recht zu sagen: „Ich möchte lieber nicht“.
„Bartleby, der Schreibgehilfe“ von Herman Melville ist erschienen bei Penguin Edition

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